• Damen 2

Erste Halbzeit zum Vergessen

Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel der Damen II bei der HSG Isenburg/Zeppelinheim waren nicht die besten. Jutta war alleine im Tor und dies auch noch krankheitsbedingt angeschlagen. Dazu fehlten Paula und nach wie vor Maren aus dem Stammkader.

Leider fehlten an diesem Tag nicht nur einige der Preagberger Damen, auch der angesetzte Schiedsrichter wurde schmerzlich vermisst. Heimtrainer Smolek erbarmte sich und leitete die Partie, sicher keine dankbare Aufgabe.

Auch wenn dieser Umstand nicht besonders wohlwollend von den Gästen aufgenommen wurde muss man sich, vor allem in der zweiten Halbzeit, eher an die eigene Nase fassen. In der eisigen Halle in Isenburg wusste man zwar zunächst mit stabilen Abwehrspiel und einigen geblockten Würfen zu gefallen, was allerdings im Angriff passierte kann mit einem Wort zusammengefasst werden : Nichts. Man sollte meinen die kalten Temperaturen würden zur Erwärmung durch Bewegung anregen, dies war aber leider nicht der Fall. Viel zu statisch war das Preagberger Spiel, ohne Zug zum Tor und vor allem ohne annähernd gefährlichen Abschluss. Man konnte Mitleid mit der gegnerischen Torfrau haben...für ihre zahlreichen Paraden musste sie sich ebenso wenig Bewegen wie ihre Vorderleute bei der Abwehr ….so richtig warm wurde es ihr damit sicher auch nicht … Nachdem die Preagberger Abwehr dann aber auf unerklärliche Weise ihren erfolgreichen Weg verlies und unnötig offensiv wurde, entstand auch mehr Platz für die Heimmannschaft sie konnte sich Tor für Tor weiter absetzen. Der Halbzeitstand von 14:4 ist das deutliche Zeugnis und belegt die Arbeitsverweigerung im Angriff.

Das es die Preagberger Reserve aber deutlich besser kann zeigt die zweite Halbzeit. Bevor Eiszapfen an den Trikots ansetzen konnten fing man endlich an so etwas wie Laufspiel zu zeigen. Resultat waren zahlreiche Chancen die, wenn nicht erfolgreiche abgeschlossen, häufig nur regelwidrig gestoppt werden konnte (mit Strafwurf als Ergebnis) oder leider durch eigene technische Fehler (Kreis, Schritte) beendet wurden. Zusammen mit Torfrau Jutta steigerte man sich auch wieder in der Abwehr und konnte mit dem einigermaßen normalisierten Angriff eine solide zweite Halbzeit zeigen, die im Endeffekt sogar 8:10 gewonnen wurde. Wenn man bedenkt dass man bei den vielen Fehlwürfen auch 4 vergebene Strafwürfe hat, sieht man wie schade diese vergeigte erste Halbzeit war. Der durchaus favorisierte Tabellenzweite aus Isenburg hat sicherlich nicht unverdient gewonnen, eine engere Partie wäre aber durchaus möglich gewesen.

Ein Handballspiel hat eben 60 und nicht 30 Minuten.

Es spielten:

Im Tor: Jutta

Im Feld:

Selina (3 Tore), Ronja, Johanna (4 Tore - 1/4 7m), Marie, Chanti, Tanja, Antonia (3 Tore), Tati (4 Tore - 3/3 7m).